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Keine Reise wie jede andere: Die Gemeindefahrt nach Perú

Mal wieder fuhr ich in diesen Sommerferien zum Flughafen Düsseldorf mit einem Ticket nach Lima/ Perú in der Hand. Es war meine achte Reise in das Land, in dem ich regelmäßig die Projekte unserer Gemeinde besuche. Aber diesmal war alles anders: Nach und nach trafen meine Mitreisenden ein, insgesamt waren wir eine Gruppe von 18 Leuten. Für fast alle war es die erste Reise nach Perú, für einige sogar das erste Mal, dass sie in ein so weit entferntes Land mit einer fremden Kultur reiste. In den folgenden drei Wochen bereisten wir ein riesiges Gebiet (insgesamt sieben Städte und drei Landschaftszonen) und machten so viele Erfahrungen, dass wir nach der Rückkehr noch eine Weile brauchten, um sie zu verarbeiten. Dank der professionellen Reiseplanung durch das Reisebüro Reisehexen lief die gesamte Organisation völlig problemlos.

 

Besonders freute ich mich darauf, mit der Gruppe unsere Projekte in Lima und Chachapoyas zu besuchen. Als ich unseren Projektpartnern einige Monate vor der Reise unseren Besuch angekündigt hatte, hatten diese sofort mit den Vorbereitungen für unseren Empfang begonnen. Und dieser übertraf alles, was wir erwartet hatten: Wir wurden "reich beschenkt", mit Tanz- und Musikdarbietungen von Kindern und Erwachsenen, Rollenspielen und Gedichtvorträgen, kunstgewerblichen Andenken und leckerem Essen.

 

Das Wichtigste war aber die große Herzlichkeit, die uns überall entgegen gebracht wurde. Endlich konnte eine ganze Gruppe sich davon überzeugen, was das Perú-Projekt in all den Jahren geschafft hat und sich einen Eindruck davon machen, wie groß der Bedarf an weiterer Unterstützung ist. Neue Impulse kamen von Mitgliedern der Reisegruppe, z.B. Bücher in Blindenschrift für die Sonderschule anzuschaffen. Jeder  und jede einzelne nahm seine ganz persönlichen Eindrücke von dieser Reise mit. Wir hatten ein Land erlebt, in dem die materielle Armut uns oft erschreckte, dessen kultureller Reichtum und landschaftliche Schönheiten gleichzeitig unsere Bewunderung erregten.  Wir hatten ein Land erlebt, in dem Reich und Arm auf engem Raum aufeinander treffen; die weltweite Ungerechtigkeit spielte sich auf einmal direkt vor unseren Augen ab.

 

Der Gottesdienst nach dem Straßenfest 2008, in dem das Perú-Projekt und die Fotoausstellung "Grumme in Perú" im Mittelpunkt standen, ließ mich noch einmal zurückblicken und erzeugte ein Gefühl tiefer Dankbarkeit in mir. Dankbarkeit gegenüber der Gemeinde, die das Perú-Projekt seit fast 25 Jahren mitträgt, Dankbarkeit gegenüber unseren Projekt-Partnern, mit denen sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt hat, vor allem aber Dankbarkeit gegenüber Gott. Er gibt uns die Möglichkeit, anderen Menschen in Not zu helfen, denn alles, was wir haben verdanken wir ihm. So können wir diese Menschen durch unsere Hilfe ein Stück der Liebe Gottes spüren lassen. Danke, Gott.

 

Die Sammlung von über 130 wunderschönen großformatigen Fotos vermittelt einen lebendigen Eindruck von unserer Reise.

 

Christel Reuter

 

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 24. Juni 2018:
Losungstext:
Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!
Daniel 2,20
Lehrtext:
Johannes der Täufer sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
Johannes 3,27